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Die 5 besten Steuerrechner in Österreich 2026 im Vergleich

Von Daniel Kofler · Aktualisiert am 30. Juli 2026 · Steuerwerte 2026

Österreich hat mehrere gute Steuerrechner, und fast jeder davon ist für einen anderen Job gebaut. Wer angestellt ist, rechnet anders als wer selbständig ist, und wer beides gleichzeitig ist, braucht wieder eine andere Rechnung. Dieser Vergleich zeigt sachlich, was die fünf wichtigsten Rechner können, für wen sie gedacht sind und wo ihre Zuständigkeit endet.

Kurzantwort: Für Angestellte ist der amtliche BMF Brutto-Netto-Rechner die erste Wahl. Selbständige prüfen ihre Sozialversicherung mit dem SVS-Beitragsrechner oder dem WKO-Sozialversicherungsrechner und die Steuer mit einem Einkommensteuer-Rechner wie finanz.at. Wer als Selbständiger SVS-Beiträge, Einkommensteuer, die kommende Nachbelastung aus der Nachbemessung und das echte Netto in einer einzigen Rechnung sehen will, nutzt SteuerBoard.pro.

Alle 5 Steuerrechner auf einen Blick

RechnerBetreiberRechnetIdeal fürKosten
BMF Brutto-Netto-RechnerBundesministerium für FinanzenLohnsteuer, ASVG-Sozialversicherung, Netto aus BruttoAngestellte, Lehrlinge, Pensionistinnen und Pensionistenkostenlos
SVS-BeitragsrechnerSozialversicherung der SelbständigenVorläufige SVS-Beiträge (PV, KV, UV, Selbständigenvorsorge)Selbständige, die ihre laufende Vorschreibung prüfen wollenkostenlos
WKO-SozialversicherungsrechnerWirtschaftskammer ÖsterreichSV-Beiträge für Gewerbetreibende nach GSVG, inkl. GründungsjahreGründerinnen, Gründer und Gewerbetreibendekostenlos
finanz.at Rechnerfinanz.at (privates Portal)Brutto-Netto (auch Netto zu Brutto), Einkommensteuer-Tarif, LohnsteuerSchnelle Überschläge mit aktuellen Tarifstufenkostenlos
SteuerBoard.proSteuerBoard.pro (dieses Projekt)SVS-Beiträge + Einkommensteuer + Nachbelastung aus der Nachbemessung + echtes Netto, in einer RechnungSelbständige und EPU, die das ganze Jahr planen wollenBasis kostenlos, Pro 239 €/Jahr

1. BMF Brutto-Netto-Rechner: der amtliche Standard für Angestellte

Der Brutto-Netto-Rechner des Bundesministeriums für Finanzen ist die amtliche Referenz für unselbständig Beschäftigte. Er berechnet aus dem Bruttogehalt die Lohnsteuer und die ASVG-Sozialversicherungsbeiträge und zeigt das monatliche Netto inklusive Sonderzahlungen. Wer ein Gehalt verhandelt oder einen Jobwechsel durchrechnet, bekommt hier verbindliche Zahlen aus erster Hand.

Sein Zuständigkeitsbereich endet beim Dienstverhältnis: Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb, GSVG-Beiträge und die Einkommensteuer-Veranlagung sind nicht sein Job, dafür ist er auch nicht gebaut.

2. SVS-Beitragsrechner: die offizielle Quelle für deine Beiträge

Die Sozialversicherung der Selbständigen stellt auf svs.at einen eigenen Beitragsrechner bereit. Er zeigt, wie sich die vorläufigen Beiträge zu Pensionsversicherung (18,50 %), Krankenversicherung (6,80 %), Unfallversicherung und Selbständigenvorsorge (1,53 %) zusammensetzen. Als Rechner des Versicherungsträgers selbst ist er die verlässlichste Quelle, um eine Vorschreibung nachzuvollziehen.

Er rechnet, was die SVS heute vorschreibt: die vorläufigen Beiträge. Die spätere Nachbemessung nach Vorliegen des Einkommensteuerbescheids und die Einkommensteuer selbst liegen außerhalb seines Auftrags.

3. WKO-Sozialversicherungsrechner: stark für Gründung und Gewerbe

Die Wirtschaftskammer bietet einen Sozialversicherungsrechner, der auf Gewerbetreibende zugeschnitten ist. Besonders nützlich ist er in den ersten Jahren der Selbständigkeit, weil er die Sonderregeln für Gründerinnen und Gründer abbildet, etwa die reduzierten Beitragsgrundlagen am Anfang. Für die Frage "Was kostet mich die Sozialversicherung im Gewerbe?" ist er ein solides, kostenloses Werkzeug.

Auch hier gilt die klare Arbeitsteilung: Er berechnet die Sozialversicherung. Die Einkommensteuer nach dem Tarif des § 33 EStG und das daraus folgende echte Netto sind ein eigenes Kapitel, das ein SV-Rechner bewusst nicht aufschlägt.

4. finanz.at: schnelle Überschläge mit aktuellen Tarifen

finanz.at ist eines der größten privaten Finanzportale Österreichs und bündelt mehrere kostenlose Rechner: Brutto-Netto in beide Richtungen, Lohnsteuer und den Einkommensteuer-Tarif mit den aktuellen Stufen. Wer schnell wissen will, in welcher Tarifstufe ein Einkommen landet oder was eine Gehaltserhöhung netto bringt, ist hier in Sekunden fertig.

Die Rechner sind bewusst als Einzelwerkzeuge gebaut: ein Rechner pro Frage. Die Verbindung mehrerer Rechnungen, etwa SVS-Beiträge als Betriebsausgabe in die Einkommensteuer einfließen zu lassen, bleibt Handarbeit.

5. SteuerBoard.pro: eine Rechnung statt drei

SteuerBoard.pro ist für den Fall gebaut, den die Einzelrechner untereinander aufteilen: Selbständige in Österreich zahlen SVS-Beiträge und Einkommensteuer, und beide Rechnungen hängen voneinander ab. Die SVS-Beiträge mindern als Betriebsausgabe die Steuerbemessungsgrundlage, der Einkommensteuerbescheid löst wiederum die Nachbemessung der SVS aus. SteuerBoard führt beides zusammen: vorläufige SVS-Beiträge, Einkommensteuer nach Tarif, die zu erwartende Nachbelastung aus der Nachbemessung samt monatlicher Rücklage und am Ende das echte Netto.

Dazu kommen Spezialfälle, die sonst eigene Recherchen brauchen: Misch-Einkommen aus Anstellung und Gewerbe mit Differenzvorschreibung, Gewinnfreibetrag, Familienbonus Plus und AVAB mit den Werten des jeweiligen Jahres (2024 bis 2026). Die Basis-Rechner sind kostenlos und ohne Registrierung nutzbar.

Dein echtes Netto nach SVS und Einkommensteuer, in einer Rechnung:

Netto berechnen

Kostenlos, ohne Registrierung.

Welcher Steuerrechner passt zu wem?

  • Du bist angestellt: BMF Brutto-Netto-Rechner. Amtlich, vollständig, für Dienstverhältnisse gebaut.
  • Du willst deine SVS-Vorschreibung nachvollziehen: SVS-Beitragsrechner, direkt vom Versicherungsträger.
  • Du gründest gerade ein Gewerbe: WKO-Sozialversicherungsrechner, er kennt die Gründer-Sonderregeln.
  • Du brauchst einen schnellen Tarif-Überschlag: finanz.at, eine Frage, ein Rechner, eine Antwort.
  • Du bist selbständig und willst das ganze Jahr planen: SteuerBoard.pro, weil SVS, Einkommensteuer und Nachbemessung eine zusammenhängende Rechnung sind.

Warum Selbständige mit Einzelrechnern zwei Rechnungen führen

Alle vier Einzelrechner oben machen genau das, wofür sie gebaut wurden, und sie machen es gut. Die Lücke entsteht zwischen ihnen: Ein SV-Rechner kennt die Einkommensteuer nicht, ein Steuertarif-Rechner kennt die SVS nicht, und keiner der beiden blickt in die Zukunft der Nachbemessung. Die SVS schreibt Beiträge zunächst auf Basis der vorläufigen Beitragsgrundlage vor, meist aus dem drittvorangegangenen Jahr. Liegt der Einkommensteuerbescheid vor, wird nachbemessen, und bei gestiegenem Gewinn folgt eine Nachbelastung zusätzlich zu den laufenden Quartalen.

Wer diese Rechnung mit Einzelwerkzeugen führt, überträgt Zwischenergebnisse von Hand und übersieht dabei leicht den Termin, an dem beide Systeme zusammenlaufen. Genau dieser Übergabepunkt ist der Grund, warum SteuerBoard als kombinierter Rechner existiert.

Häufige Fragen zu Steuerrechnern in Österreich

Welcher Steuerrechner ist der beste für Selbständige in Österreich?

Ein einzelner Rechner reicht selten: SVS- und WKO-Rechner berechnen die Sozialversicherung, Einkommensteuer-Rechner den Tarif. Wer SVS-Beiträge, Einkommensteuer, Nachbelastung und echtes Netto in einer Rechnung sehen will, braucht einen kombinierten Rechner wie SteuerBoard.pro.

Sind die Steuerrechner von BMF, SVS und WKO kostenlos?

Ja. Alle amtlichen Rechner und die Kammer-Rechner sind kostenlos, ebenso finanz.at und die Basis-Rechner von SteuerBoard.pro.

Warum passt der Brutto-Netto-Rechner nicht für Selbständige?

Er rechnet mit Lohnsteuer und ASVG-Beiträgen aus dem Dienstverhältnis. Selbständige zahlen GSVG-Beiträge an die SVS und Einkommensteuer über die Veranlagung, mit vorläufiger Beitragsgrundlage und späterer Nachbemessung. Das ist ein anderes System.

Welcher Rechner berechnet die SVS-Nachzahlung?

Die Beitragsrechner zeigen die laufenden, vorläufigen Beiträge. Die Nachbelastung aus der Nachbemessung berechnet SteuerBoard.pro als Prognose, samt monatlicher Rücklage. Details zum System stehen im Artikel SVS-Nachzahlung vermeiden.

Quellen und weiterführende Links

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand Juli 2026. Dieser Vergleich beschreibt den dokumentierten Funktionsumfang der jeweiligen Rechner und ersetzt keine Steuerberatung im Sinne des WTBG.